Beutellose Station, zwei Sprühdüsen an der Front und eine flache Bauhöhe von nur 9,8 cm – mit dem DEEBOT X12 OmniCyclone schickt ECOVACS ein neues Spitzenmodell ins Rennen, das vor allem mit einer Idee aufhorchen lässt: Über die sogenannte FocusJet-Technologie kann der Roboter hartnäckige Flecken gezielt mit Wasser einweichen, bevor seine Wischwalze sie wegwischt. In dieser Form gab es das auf dem Markt bisher noch nicht.
Doch wie groß ist der Mehrwert im Alltag wirklich? Genau das wollten wir im Test herausfinden. Neben der neuen Sprühfunktion haben wir deshalb auch Saug- und Wischleistung, Navigation, App-Funktionen und Wartungsaufwand genau unter die Lupe genommen – und geprüft, ob der ECOVACS X12 OmniCyclone seinem Anspruch als modernes Spitzenmodell gerecht wird.
Das Wichtigste auf einen Blick
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste auf einen Blick
- Varianten im Vergleich
- Lieferumfang
- Vorteile
- Nachteile
- Inbetriebnahme
- Preisverteilung unter den Saugrobotern
- Navigation & Hindernisse
- Saugleistung
- Wischleistung
- Station
- Laufzeit & Ladezeit
- Reinigungsmodi
- Steuerung
- App
- Features
- Wartung & Pflege
- FAQ
- Fazit
- Bewertung
- Produktdaten
- Kundenerfahrungen
Der DEEBOT X12 OmniCyclone ist ein Premium-Saug-Wisch-Roboter mit beutelloser OmniCyclone-Station, OZMO ROLLER 3.0 Wischwalze und FocusJet-Sprühfunktion für hartnäckige Flecken.
Der Roboter erstellt präzise Karten, kann mehrere Etagen speichern und ermöglicht eine einfache Bearbeitung von Räumen, Sperrzonen und individuellen Reinigungseinstellungen.
Im regulären Saugmodus reinigt der ECOVACS X12 OmniCyclone bis zu 200 m² und eignet sich damit auch für größere Wohnungen und Häuser.
Die ECOVACS HOME App bietet viele Einstellmöglichkeiten, darunter Saugkraft, Feuchtigkeit, Bahnüberlappung, Zeitpläne, Sperrzonen und raumindividuelle Reinigungsprofile.
Der X12 eignet sich besonders gut für Hartböden, Parkett und Fliesen. Auf Teppichen liefert er solide Ergebnisse, erreicht aber nicht ganz das Niveau der stärksten Teppichroboter.
Dank ZeroTangle 4.0 nimmt der Roboter kurze und lange Haare sehr zuverlässig auf, ohne dass sich Haare an Hauptbürste oder Seitenbürste verheddern.
Durch den Verzicht auf einen klassischen Laserturm bleibt der Roboter nur 9,8 cm hoch und kann dadurch auch unter vielen Möbeln mit geringer Bodenfreiheit reinigen.
Mit seinem TruePass Adaptive 4WD Klettersystem überwindet der DEEBOT X12 OmniCyclone einzelne Schwellen bis 2,4 cm und mehrstufige Übergänge bis zu 4 cm.
Über die App lassen sich automatische Reinigungspläne mit eigenen Einstellungen für Räume, Zeiten und Modi erstellen. Das intensive Wasserstrahl-Wischen muss jedoch manuell über eine Zone gestartet werden.
Teppiche werden automatisch erkannt. Der Roboter erhöht die Saugleistung, hebt die Wischwalze an und schützt Teppiche zusätzlich durch eine Abdeckung vor Feuchtigkeit.
Mit AIVI 3D 4.0, KI-Kamera und strukturiertem Licht erkennt der X12 Hindernisse wie Kabel, Socken, Schuhe, Spielzeug und Haustier-Häufchen zuverlässig und umfährt sie vorsichtig.
Virtuelle Wände, komplette Sperrzonen, wischfreie Bereiche und sprühfreie Zonen können direkt in der Karte eingezeichnet und jederzeit angepasst werden.
Varianten im Vergleich
DEEBOT X12 OmniCyclone vs. DEEBOT X12 Pro Omni
Den X12 gibt es in zwei Ausführungen, die sich vor allem bei der Station unterscheiden. Die OmniCyclone-Variante, um die es in diesem Test geht, arbeitet komplett ohne Staubbeutel. Der eingesaugte Schmutz landet stattdessen in einem waschbaren Behälter mit Filtersystem. Das spart auf Dauer Geld, weil keine Beutel nachgekauft werden müssen, und produziert weniger Müll.
Daneben bietet ECOVACS eine etwas günstigere Version desselben Roboters an, deren Station noch auf einen klassischen Staubbeutel setzt. Technisch ist der Roboter selbst identisch – der Unterschied liegt also nur darin, wie der trockene Schmutz in der Station gesammelt wird. Wer das beutellose Prinzip mag und langfristig sparen möchte, ist mit der OmniCyclone-Variante besser bedient. Allergiker sollten dagegen bedenken, dass das Entleeren eines offenen Behälters naturgemäß etwas mehr staubt als der Wechsel eines geschlossenen Beutels.
Auf jeden Fall kann unser Testbericht daher auch auf den ECOVACS DEEBOT X12 Pro Omni umgelegt werden.
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Lieferumfang
Im Karton finden sich neben dem Roboter selbst die Station mit Netzteil, eine Bedienungsanleitung sowie zwei Reinigungslösungen: eine Standardlösung für den Alltag und eine Intensivlösung für stärkere Verschmutzungen. Der Roboter ist bereits mit einer Wischwalze bestückt, weitere zum Ersatz wurden nicht beigelegt.

Der Lieferumfang setzt sich folgendermaßen zusammen:
- einsatzbereiter Roboter
- Station mit Netzteil
- Reinigungslösung
- Intensiv-Reinigungslösung
- optionale Schutzecken für Station
Dem Lieferumfang liegt direkt Reinigungsmittel bei. Und Staubbeutel braucht man hier keine.
Wer eine beutellose Station, wenig Wartungsaufwand und eine gute Wischleistung sucht, bekommt mit dem ECOVACS DEEBOT X12 OmniCyclone einen spannenden Premium-Roboter mit kleine Schwächen bei Randbereichen und Teppichen.
Vorteile
- Beutellose OmniCyclone-Station
- 27 cm breite Wischwalze
- Ständige Schmutzwasserabsaugung
- Haaraufnahme ohne Verheddern
- Walzenabdeckung für Teppiche
- Sehr gute Hinderniserkennung
- FocusJet-Sprühen für hartnäckige Flecken
- Zuverlässige, strukturierte Navigation
- Hochwertige Verarbeitung
- Nur 9,8 cm hoch
- Matter-Kompatibilität
- Frischwasser über 32 Düsen
- Zwei-Kammer Reinigungsmittel-Dosierung
Nachteile
- Keine ausschwenkbare Seitenbürste
- Zu wenig Walzendruck an Kanten
- FocusJet trifft Flecken nicht immer exakt
- Wasserstrahl-Wischen nicht einfach planbar
Inbetriebnahme
Bis der X12 das erste Mal losfährt, verstreicht nicht viel Zeit. Die ECOVACS-Home-App begleitet Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Technisches Vorwissen braucht man dafür nicht.
Schritt-für-Schritt Anleitung
- Station an einem geeigneten Platz aufstellen und Stromkabel anstecken
- Frischwassertank der Station befüllen
- Reinigungsmittel in die beiden vorgesehenen Kammern einfüllen
- Roboter in die Station setzen und vollständig laden lassen
- ECOVACS-Home-App für iOS oder Android installieren
- Roboter in der App hinzufügen und mit dem WLAN verbinden
- Erste Kartierungsfahrt starten

Aufstellen, befüllen, mit der App verbinden – schon nach wenigen Minuten erstellt der X12 seine erste Karte.
Preisverteilung unter den Saugrobotern
So sehr wie sich die einzelnen Roboter in unseren Tests unterscheiden, so sehr unterscheiden sich auch ihre Preise. Unsere Grafik zeigt auf einen Blick, wie viele der von uns getesteten Geräte in die einzelnen Preisklassen fallen.
Mittlerweile ist der Preis schon gefallen, was die Anschaffung natürlich deutlich attraktiver macht.
Bei der Orientierung geht ECOVACS einen etwas anderen Weg als viele Mitbewerber: Einen klassischen Laserturm auf der Oberseite sucht man beim X12 vergeblich. Stattdessen orientiert sich der Roboter über sein AIVI-3D-Navigationsmodul an der Front, das eine KI-Kamera mit strukturiertem Licht kombiniert. Unterstützt wird das Ganze durch einen großen Kantensensor an der Seite. Der entscheidende Vorteil dieses Aufbaus: Ohne hervorstehenden Turm bleibt der Roboter trotz seines Walzensystems mit nur 9,8 cm angenehm flach – ein echter Pluspunkt für die Reinigung unter niedrigen Möbeln.


Um die Fahrweise greifbar zu machen, haben wir unseren rund 10 m² großen Testraum großzügig mit Sägespänen verschmutzt und den X12 auf höchster Saugstufe losgeschickt.
Der Roboter geht dabei sehr planvoll vor: Zuerst arbeitet er die Kanten ab, anschließend reinigt er die freie Fläche in geraden Bahnen. Stellt man zwei Durchgänge ein, dreht er beim zweiten Mal die Fahrtrichtung, sodass ein gründliches Schachbrettmuster entsteht. Alle Wege lassen sich live in der App mitverfolgen, und da der Roboter mehrere Karten speichern kann, eignet er sich auch für den Einsatz auf mehreren Etagen.

Insgesamt navigiert der X12 strukturiert und zuverlässig. Auch sehr dunkle Böden meistert er problemlos – bei manch älterem ECOVACS-Modell gab es hier noch Schwierigkeiten. Auffällig war im Sägespänetest jedoch, dass entlang von Möbelkanten gerne etwas liegen blieb. Das liegt schlicht daran, dass die Seitenbürste nicht ausschwenken kann und damit nicht ganz so weit in die Randbereiche reicht.


Ein für viele Haushalte relevanter Punkt betrifft Schwingstühle, wie sie häufig an Esstischen stehen. Sobald die Hindernisvermeidung aktiv ist – egal in welcher Empfindlichkeitsstufe -, traut sich der X12 nicht mehr unter solche Stühle. Erst wenn man die Hinderniserkennung komplett abschaltet, fährt er darunter, schiebt den Stuhl dann aber leicht zur Seite, wodurch ein gewisses Festfahrrisiko entsteht. Für Haushalte mit vielen Schwingstühlen ist der ECOVACS X12 daher nur bedingt die erste Wahl.


Kamera
An der Front sitzt eine KI-Kamera, die in erster Linie der Hinderniserkennung dient. Sie hilft dem Roboter, Gegenstände nicht nur zu sehen, sondern auch einzuordnen und entsprechend zu reagieren. Als praktischer Nebeneffekt lässt sich die Kamera über den Videomanager in der App auch als Fernblick ins eigene Zuhause nutzen – etwa, um von unterwegs kurz nach dem Rechten zu sehen.


Kartenerstellung
Schon auf der ersten Fahrt legt der X12 eine saubere Karte an. Die Reinigungswege werden darin festgehalten, sodass sich gut nachvollziehen lässt, wo der Roboter bereits unterwegs war. Da sich mehrere Karten speichern lassen, ist das Gerät auch für Haushalte mit mehreren Stockwerken geeignet. Für einzelne Räume und Bereiche kann man jeweils eigene Einstellungen hinterlegen und dauerhaft sichern.


Wie viele Saugroboter erstellen Karten?
Wir lieben Roboter, die ihre Umgebung scannen um Karten zu erstellen, denn sie arbeiten viel präziser und bieten einen wesentlich größeren Funktionsumfang. Wie das Diagramm zeigt, ist eine derartige Kartenerstellung noch nicht selbstverständlich, mittlerweile aber doch bei den meisten Robotern in unserem Test zu finden.
Sperrzonen
Möchte man bestimmte Bereiche aussparen, lassen sich diese in Sekundenschnelle direkt in der Karte markieren. Dabei kann man festlegen, ob der Roboter eine Zone gar nicht erst befahren oder nur das Wischen dort weglassen soll. Neben diesen Zonen, stehen auch virtuelle Wände zur Auswahl bereit. Die Markierungen lassen sich jederzeit wieder anpassen oder entfernen.

Wie viele Saugroboter bieten virtuelle Sperrzonen per App?
Der Roboter soll einen bestimmten Bereich meiden? Nichts leichter als das – zumindest wenn sich per App einfach virtuelle Abgrenzungen erstellen lassen. Hier sehen Sie, wie viele Geräte diesen Komfort bieten.
Hindernisse
Im Alltag zeigt sich erst dann, wie zuverlässig ein Saugroboter wirklich ist, wenn Kabel, Socken oder Spielzeug herumliegen. Genau deshalb haben wir den ECOVACS X12 durch unseren kleinen Parcours geschickt.
Das Ergebnis fällt erfreulich aus: Unsere Socke und das Ladekabel erkannte der Roboter sofort und umfuhr beide berührungslos. Dabei schaltete er sogar die Seitenbürste ab, damit sich garantiert nichts verheddert – das machte er auch bei Schuhen und unserem Spielzeughund, um die er jeweils sauber herumnavigierte.

Richtig stark präsentierte er sich bei sehr kleinen Hindernissen: Bei den Legosteinen lief die Seitenbürste zwar weiter, dennoch wurde kein einziger Stein eingesaugt oder weggeschleudert. Nur minimalst verschoben, wie auch die Fotos zeigen. Diese Erkennung kleiner Objekte ist eine echte Stärke und gerade für Haushalte mit Kinderspielzeug auf dem Boden eine gute Nachricht. Die Flasche wurde beim Umrunden zwar ein Stück verschoben, blieb aber stehen.


Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Erkannte Hindernisse werden nicht in der Karte vermerkt. Man kann dem Roboter also nicht nachträglich mitteilen, dass ein bestimmtes Objekt künftig kein Hindernis mehr sein soll. Genau das bieten die meisten anderen Flaggschiffe inzwischen, und gerade bei den zuvor erwähnten Schwingstühlen wäre das praktisch.

Haustiererkennung
Auch Haustiere erkennt der ECOVACS X12 als solche und hält entsprechend Abstand. Über die KI-Steuerung berücksichtigt der Roboter zudem die typischen Aufenthaltsbereiche von Tieren bei der Reinigungsplanung. Damit eignet er sich grundsätzlich gut für Haushalte mit tierischen Mitbewohnern.

Häufchen-Erkennung
Das gefürchtetste Szenario für Tierbesitzer ist ein über die ganze Wohnung verschmiertes Häufchen, wenn mal ein Unfall passiert. Hier kann man beim X12 aufatmen: In unseren Tests erkannte er die platzierten Attrappen zuverlässig als das, was sie sind, und umfuhr sie mit ausreichend Abstand, statt sie zu berühren. Auf dieses System ist Verlass.

Höhenüberwindung
Seitlich neben den Antriebsrädern sitzen zwei kleine Kletterhilfen. Mit ihnen überwindet der Roboter Hürden von bis zu 2,4 cm selbstständig. Das liegt etwas über dem üblichen Standard und reicht aus, um typische Türschwellen oder Übergänge ohne Probleme zu meistern.


Minimale Höhe
Mit 9,8 cm Bauhöhe ist der Roboter trotz Weglassen eines Laserturms nicht auffallend niedrig. Andere Walzenroboter bewegen sich in einem ähnlichen Bereich, da das Walzensystem im Inneren nun einmal etwas Bauhöhe braucht. Für einen Walzenroboter geht die Höhe von weniger als 10 cm damit aber voll in Ordnung. Wer für die Reinigung unter bestimmten Möbeln ein deutlich niedrigeres Modell sucht, wird eher bei klassischen Mopps landen.

Teppicherkennung
Trifft der Roboter auf einen Teppich, erhöht er seine Saugkraft automatisch auf das Maximum, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ist das Wischen aktiviert, hebt er seine Wischwalze um 15 mm an. Damit auch bei höherem Flor garantiert nichts nass wird, schiebt sich zusätzlich eine Art Schutzschild über die Walze. Dieses System kennen wir bereits von anderen Herstellern, und es funktioniert auch beim ECOVACS X12 sehr zuverlässig.



Wie viele Saugroboter besitzen eine Teppicherkennung?
Diesmal veranschaulicht das Diagramm, wie viele Roboter beim Saugen mit einer Teppicherkennung punkten können. Ist diese Fähigkeit vorhanden, wird die Saugstärke auf Teppichen automatisch verstärkt.
Absturzsensoren
Auf die Abgrunderkennung ist Verlass. Selbst ohne eingerichtete Sperrzonen stoppt der Roboter zuverlässig vor Kanten und Treppen, sodass keine Abstürze zu befürchten sind.

Schwarzer Untergrund
Auch tiefschwarze oder sehr dunkle Böden interpretiert der Roboter nicht fälschlich als Abgrund, sondern reinigt sie ganz normal weiter. Das ist nicht selbstverständlich – bei früheren ECOVACS-Modellen kam es hier teils noch zu Problemen.

Die Navigation ist strukturiert und verlässlich, das Glanzstück aber die Hinderniserkennung – selbst kleine Legosteine umfährt der X12 sicher.
Saugleistung
Mit 22.000 Pascal bewegt sich die Saugkraft im soliden Mittelfeld – andere Flaggschiffe bringen hier inzwischen deutlich höhere Werte mit. Auf dem Papier zumindest. Denn aus Erfahrung wissen wir, dass die reine Pascal-Angabe in der tatsächlichen Praxis nicht besonders aussagekräftig ist.
Für die Schmutzaufnahme sorgt eine Bodenbürste, die nur auf einer Seite aufgehängt ist. Der Gedanke dahinter: Haare sollen so direkt in den Saugkanal gelangen, ohne sich zu verheddern. Genau wie Wischwalze und Seitenbürste kann der Roboter auch die Bodenbürste bei Bedarf anheben.

Ergänzt wird sie durch eine seitliche Bürste, die den Schmutz aus den Randbereichen in Richtung Saugkanal befördert. Etwas verwundert hat uns hier allerdings, dass diese Seitenbürste in dieser Preisklasse nicht ausschwenkbar ist. Dadurch kommt der X12 nicht ganz so weit in die Ecken hinein, wie man es von einem Gerät dieser Klasse eigentlich erwarten würde – ein Punkt, der sich später auch in den Testergebnissen bemerkbar macht.


Jetzt wird es Zeit für unsere Härtetests, in denen der DEEBOT X12 OmniCyclone zeigen muss, wie stark seine Saugleistung auf verschiedenen Untergründen wirklich ist.
Hartboden
Nun begegnet der Saugroboter einem der wohl schmutzigsten Böden, die er in seinem ganzen Leben sehen wird. Denn auf unserer rund 2 m² großen Hartboden-Testfläche verteilen wir ein 100 g Gemisch aus Kaffeebohnen, Leinsamen und feinem Sand.
Fazit: In der Mitte der Fläche macht der ECOVACS X12 eine sehr gute Figur, entlang der Kanten und in den Ecken bleibt allerdings etwas liegen, ähnlich wie schon im Sägespänetest zuvor. Die Saugkraft ist also eigentlich sehr stark, aber die Seitenbürste kann einfach nicht optimal unterstützen.
Unterm Strich landet er bei einer Saugleistung von 97,2 %. Das ist kein Spitzenwert, die stärksten Geräte knacken hier die 99%-Marke, aber durchaus ein solides Ergebnis.



Haare & Tierhaare
Bei vielen Geräten verheddern sich Haare in den Bürsten, aus denen sie später mühselig entfernt werden müssen. Wir haben getestet, wie das beim Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone ist. Außerdem darf er uns zeigen, ob er auch mit Tierhaaren zurecht kommt.
Fazit: Hier zeigt sich der Roboter von seiner besten Seite. Sowohl kurze als auch lange Haare nimmt er einwandfrei auf, ohne dabei etwas zu verwehen. Das Beste daran: Nach dem Durchgang finden wir weder an der Bodenwalze noch an der Seitenbürste Haare. Sie sind alle im Schmutzbehälter gelandet und können somit auch automatisch in die Station entleert werden. Das versprochene Anti-Verknotungssystem funktioniert hier wirklich gut! Der ECOVACS X12 eignet sich damit ideal für Haushalte, in denen viele Haare anfallen.



Florloser Teppich
Auch den florlosen Sisalteppich mit 1.900 g/m² verschmutzen wir wieder mit Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand – insgesamt 100 g, die eine echte Herausforderung darstellen. Denn aufgrund seiner strukturierten Oberfläche und tiefen Rillen ist dieser Teppich besonders schwer zu reinigen.
Fazit: Etwas schade ist, dass der ECOVACS X12 im ersten Kantendurchgang auf Teppichen immer die Seitenbürste deaktiviert, ganz egal was wir einstellen. Erst auf der Fläche und in der abschließenden Kantenrunde rotiert sie wieder. Trotzdem überrascht der ECOVACS auf diesem anspruchsvollen Untergrund mit einem überdurchschnittlich starken Ergebnis von 81,8 %. Bei vielen anderen Robotern bleibt hier deutlich mehr liegen, was wieder für eine eigentlich auffallend starke Reinigungsleistung spricht.



Kurzflorteppich
Um die Saugleistung auf Kurzflorteppich zu testen, haben wir einen Teppich aus 100 % Polypropylen, mit einer Florhöhe von ca. 9 mm und einem Florgewicht von ca. 2000 g/m² verwendet. Auch hier kommt unser bewährtes 100g-Gemisch aus Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand zum Einsatz.
Fazit: Die Seitenbürste kann dem Roboter auf dem Flor nicht optimal zuarbeiten und rutscht teilweise über die Verschmutzung hinweg. Dass sie nur in einer Kantenrunde aktiv ist, macht es nicht besser. Am Ende stehen 90,5 % auf der Waage. Ebenfalls ein solides Resultat, auch wenn die besten Modelle hier eher bei 96 bis 97 % liegen. Es ist jedoch einfach schade zu wissen, dass das Ergebnis mit einer besseren Seitenbürste hier ganz anders ausgefallen wäre, die Kantenreinigung hat in unserem Testszenario einfach einen großen Einfluss.



Hochflorteppich
Für den Hochflorteppich-Test haben wir uns für eine besonders dichte Variante entschieden. Genauer gesagt handelt es sich um einen Teppich aus 100% Polyester mit einer Florhöhe von 18 mm und einem Gewicht von 1.500 g/qm². Und auch darauf haben wir insgesamt 100 g Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand verstreut.
Fazit: Auch auf unserem Hochflor setzt sich das Bild der bisherigen Teppichtests fort. Mit 86,8 % liefert der X12 ein ordentliches Ergebnis, mit dem wir im Alltag gut leben können. Gerade auf diesem anspruchsvollen Untergrund haben wir schon deutlich schwächere Resultate gesehen. Zur absoluten Spitze reicht es allerdings auch nicht ganz. Für den normalen Einsatz ist die Leistung mehr als ausreichend, die stärksten Modelle holen aus Hochflor aber noch etwas mehr heraus.



Unterm Strich hat der ECOVACS X12 eigentlich sehr viel Saugpower und auch die Bodenbürste arbeitet ihr optimal zu. Hätte der Roboter nur eine bessere Seitenbürste, könnte er hier richtig abliefern. Genau die fehlt ihm aber: Weil die Seitenbürste nicht ausschwenken kann, reicht sie nicht weit genug in die Ecken und rutscht teilweise sogar über die Verschmutzung hinweg, statt sie dem Saugkanal zuzuspielen. Das drückt die Ergebnisse etwas – und muss in dieser Preisklasse einfach erwähnt werden.
Wichtig ist dabei aber: Auf unseren kleinen, ringsum eingerahmten Testflächen fällt dieser Effekt deutlich stärker ins Gewicht als bei euch zu Hause. Da der X12 grundsätzlich extrem viel Saugkraft mitbringt, auf der freien Fläche voll überzeugt und auch mit Haaren ideal umgeht, sollte man sich davon nicht gleich abschrecken lassen – sondern erst einmal schauen, was das Gerät sonst noch alles zu bieten hat.
Saugkraft und Haaraufnahme sind extrem stark, nur die Seitenbürste schwächelt etwas.
Wischleistung
Hier liegt das eigentliche Herz des ECOVACS DEEBOT X12. Statt klassischer Wischmops oder einer vibrierenden Platte setzt der Roboter auf eine 27 cm breite OZMO-ROLLER-3.0-Wischwalze. Diese hat einen entscheidenden Vorteil: Während ein klassischer Mop den aufgewischten Schmutz bis zur nächsten Wäsche mit sich herumträgt, reinigt sich die Walze permanent selbst. Ein Schaber wringt sie bei jeder Umdrehung aus, das gebrauchte Wasser landet in einem eigenen, selbstreinigenden Schmutzwassertank im Roboter und über 32 Düsen wird die Walze gleichzeitig kontinuierlich mit Frischwasser versorgt.

Vor allem in einer zweiten Etage, wo der Roboter nicht eben zur Station fahren kann, ist das ein echter Pluspunkt. Die Walze ist zudem ausschwenkbar und am Rand mit einer Art Filz bestückt, damit Randleisten und Möbelsockel bei der randnahen Reinigung geschont werden.


Im Test arbeitet das System angenehm wassersparend: Selbst auf der höchsten Stufe bleibt nur eine minimale Restfeuchtigkeit auf dem Boden zurück, Tropfen gibt es keine. Damit ist der X12 auch für empfindliches Parkett eine sichere Wahl. Für sehr raue, stark strukturierte Fliesen kann diese sparsame Befeuchtung allerdings zu trocken sein.

Genau hier kommt die neue FocusJet-Technologie ins Spiel – die große Neuheit des X12. Über zwei Sprühdüsen an der Front kann der Roboter gezielt Wasser versprühen. Aktiviert man das Wischen mit Wasserstrahl, dreht er zunächst eine Runde über die gesamte Fläche und sprüht dabei immer wieder, um alles einzuweichen. Erst im zweiten Durchgang senkt er die Walze ab und wischt auf. Da im Wasser auch Reinigungsmittel steckt, macht das gerade im gefliesten Eingangsbereich oder am fettigen Küchenboden einen spürbaren Unterschied. Der Haken: Diese Funktion lässt sich nicht automatisiert per Zeitplan nutzen. Man muss jedes Mal eine eigene Zone anlegen und den Roboter manuell starten.
Im Standardbetrieb sprüht der X12 immer dann gezielt, wenn seine Fleckenerkennung anschlägt. Das funktioniert grundsätzlich, allerdings unterscheidet der Roboter nicht zwischen trockenem Fleck und feuchter Verunreinigung – er sprüht einfach immer, was für uns aber kein Problem ist. Schade ist eher, dass er dabei nicht besonders treffsicher arbeitet: Mal landet das Wasser genau auf dem Fleck, mal daneben. Weil dadurch trotzdem mehr Feuchtigkeit und mehr Reinigungsmittel an die Walze gelangen, bleibt ein gewisser Effekt erhalten – nur eben nicht so stark, wie wenn der Fleck direkt getroffen würde. Wer das Sprühen etwa auf Parkett ganz vermeiden möchte, kann sprühfreie Zonen festlegen.


Praktisch: Wird etwas verschüttet, schaltet der Roboter eigenständig die Saugleistung ab und hebt seine Bürsten an, damit die Flüssigkeit nur aufgewischt und nicht eingesaugt wird. Anschließend startet er selbstständig eine Zwischenwäsche in der Station und reinigt den betroffenen Bereich noch einmal nach. Im Test mit UV-Farbe unter Schwarzlicht wurde die Fläche dabei wirklich makellos sauber – nur aus den Fugen bekam die Walze nicht ganz alles heraus.




Eingetrocknete Flecken & Schuhabdrücke
Um herauszufinden, wie der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone mit besonders hartnäckigen Verschmutzungen umgeht, haben wir Kaffee und Saft auf dem Boden eintrocknen lassen. Abgerundet wurde der Härtetest durch schmutzige Schuhabdrücke – ein Szenario, das den Roboter besonders fordert.
Fazit: Mit der ungewöhnlich großen Anzahl an Flecken kommt die Erkennung des X12 zunächst etwas durcheinander: Er fährt wenig systematisch, sprüht nur einmal und bearbeitet im ersten Durchgang lediglich etwa die Hälfte der Testfläche.
Da ein solches Fleckenchaos im Alltag kaum vorkommen dürfte, starten wir einen zweiten Durchgang. Interessant ist aber schon die erste Nachkontrolle: Dort, wo der X12 gewischt hat, ist auf unserem weißen Tuch kaum noch Restschmutz zu erkennen.
Im zweiten Durchgang nimmt er sich schließlich auch die verbliebenen Schuhabdrücke vor und entfernt diese problemlos. Hartnäckige Flecken brauchen teilweise mehrere Überfahrten, da klassische Mopps unserer Erfahrung nach mit mehr Feuchtigkeit und Druck arbeiten. Erkennt der X12 einen Fleck jedoch zuverlässig, bearbeitet er die Stelle sehr intensiv.
Am Ende überzeugt das Ergebnis: Die Testfläche wird sehr gründlich sauber und auch die abschließende Kontrolle mit einem angefeuchteten weißen Tuch zeigt nur minimalste Rückstände. Derart gründlich schaffen das nicht viele! Die Fleckenerkennung kommt in unserem extremen Testszenario zwar an ihre Grenzen, die eigentliche Wischleistung dagegen überzeugt.



Kantenwischen
Klar zeigt sich die Schwäche des X12 dort, wo es auf Kraft direkt an der Kante ankommt. Mit ausgeschwenkter Wischwalze fehlt es entlang von Kanten an Druck: Unseren Kontrollstrich konnte der Roboter trotz zweier Überfahrten überhaupt nicht entfernen.



Bei den deutlich leichter wegzuwischenden Schuhabdrücken klappte es dagegen besser, hier hängt das Ergebnis stark von der Fahrweise ab. Die gemessenen Rückstände reichten von nur 6 mm bis hin zu 1,3 cm. Spitzenwerte sind das aber nicht, Roboter mit klassischen Mopps wie aktuell zum Beispiel der Dreame X60 Pro Master sind bei der Kantenreinigung klar im Vorteil.


Unterm Strich überzeugt der X12 mit einer sehr gründlichen Wischleistung. Seine selbstreinigende OZMO-ROLLER-3.0-Walze nimmt Schmutz zuverlässig auf und kommt auch mit hartnäckigen Verschmutzungen gut zurecht. Schwächen zeigen sich vor allem an den Rändern sowie bei FocusJet, dessen Fleckenerkennung und Sprühfunktion noch nicht immer zuverlässig arbeiten.
Insgesamt gehört die Wischleistung des X12 für uns klar zu seinen größten Stärken.
Station
Das eigentliche Aushängeschild des X12 ist seine OmniCyclone Station, die sich durch die PureCyclone-2.0-Technologie von der breiten Masse abhebt. Statt eines Staubbeutels kommt hier ein 1,6 Liter großer Behälter mit Filtersystem zum Einsatz, der den trockenen Schmutz von bis zu 48 Tagen fasst. Das spart Geld, weil keine Beutel nachgekauft werden müssen und reduziert gleichzeitig den Müll. In unseren Tests funktionierte die Absaugung mit den verschiedensten Schmutzarten und auch mit Haaren durchweg sehr gut. Der Behälter lässt sich dank des integrierten Mechanismus zudem entleeren, ohne dass man sich die Hände schmutzig macht – ein Komfort, den man so von Akkusaugern kennt.
Einziger kleiner Haken für Allergiker: Das Entleeren staubt im Vergleich zum geschlossenen Beutel etwas mehr. Wer lieber auf einen klassischen Beutel setzt, findet den X12 aber auch als etwas günstigere Variante mit klassischem Staubbeutel.



Heißwasser-Moppwäsche & Heißlufttrocknung
Um die Walze kümmert sich die Station vollautomatisch. Für die Wäsche erhitzt sie das Wasser auf bis zu 75 °C, was im direkten Vorher-nachher-Vergleich sichtbar effektiv reinigt. Wie oft der Roboter dafür zurück in die Station fährt, lässt sich in der App nach Zeit oder Räumen festlegen – alternativ kehrt er erst zurück, wenn er frisches Wasser braucht. Nach der Wäsche wird die Walze mit Heißluft trockengeföhnt, damit erst gar keine unangenehmen Gerüche entstehen. Auch der Schmutzwassertank des Roboters wird dabei automatisch mitgereinigt; im Inneren sorgt eine Art kleiner Propeller dafür, dass sich keine Ablagerungen festsetzen.


Automatische Entleerung und Wasserversorgung
Der Frischwasserbehälter der Station fasst 3,5 Liter und besitzt einen integrierten Kalkfilter, der das System schützt. Der Schmutzwasserbehälter fasst 2,7 Liter. Abgerundet wird das Ganze durch einen automatischen Reinigungsmitteldosierer, der sowohl bei der Walzenwäsche als auch beim Befüllen des Robotertanks selbstständig Reinigungsmittel zugibt. Dafür gibt es zwei Kammern – eine für das reguläre und eine für das Intensivreinigungsmittel –, deren Einsatz sich per App steuern lässt.
Wartungsaufwand
Weil die Station eine eigene Selbstreinigungsfunktion mitbringt und sich die einzelnen Komponenten der Waschtasse gut entnehmen lassen, fällt der Pflegeaufwand für ein Walzensystem insgesamt sehr gering aus. Der einzige regelmäßige Handgriff ist das Befüllen und Entleeren der Wasserbehälter – einen direkten Wasseranschluss ermöglicht der X12 nämlich nicht. Bei manchen anderen bekannten Geräten, wie etwa dem MOVA Z70 Ultra Roller Complete ist ein solcher Anschluss optional über ein spezielles Anschlusskit umsetzbar.




Die Station ist das große Highlight: beutellos, komfortabel und wartungsarm. Ein fester Wasseranschluss kann hier allerdings nicht umgesetzt werden.
Laufzeit & Ladezeit
Wie lange hält der Akku des Saugroboters im Vergleich zu anderen durch?
Im regulären Saugmodus hält der X12 rund 2 Stunden und 15 Minuten am Stück durch. Eine clevere Ergänzung ist die Powerboost-Funktion: Während der Walzenwäsche lädt der Akku in nur drei Minuten um bis zu 13 % nach, was die nutzbare Reinigungszeit in der Praxis spürbar verlängert.
Welche Reinigungsfläche bewältigt der Roboter im Vergleich zu anderen Saugrobotern?
In dieser Zeit schafft der Roboter eine Fläche von rund 200 m² – durch die Powerboost-Zwischenladungen lässt sich dieser Wert im Alltag noch einmal ausdehnen.
Setzt der Roboter den Reinigungsvorgang nach dem Laden fort?
Reicht der Akku einmal nicht aus, fährt der X12 selbstständig zum Laden in die Station und nimmt die Reinigung anschließend dort wieder auf, wo er aufgehört hat. Eine vollständige Aufladung dauert rund 1 Stunde und 45 Minuten.
Die praktische Powerboost-Schnellladung erweitert die Akkuleistung nochmal deutlich!
Reinigungsmodi
Die ECOVACS-Home-App bietet eine große Auswahl an Reinigungsmodi, sodass sich der X12 genau auf den jeweiligen Haushalt abstimmen lässt.
AGENT YIKO 2.0
Wer sich nicht selbst um jede Einstellung kümmern möchte, überlässt die Arbeit der KI. Im Modus mit AGENT YIKO 2.0 analysiert der Roboter die Wohnumgebung und die Nutzungsgewohnheiten, erstellt selbstständig passende Reinigungspläne und passt Parameter wie Saugkraft, Wasserfluss und Routenführung automatisch an.
Saugen, Wischen & Kombimodi
Man kann frei wählen, ob der X12 nur saugt, nur wischt, beides gleichzeitig erledigt oder Saugen und Wischen in zwei getrennten Durchgängen ausführt.
Saugstufen
Insgesamt stehen vier Saugstufen zur Verfügung – vom leisen Sparmodus bis zur vollen Leistung. Auf Teppichen erhöht der Roboter die Stufe automatisch.
Feuchtigkeitsstufen
Die Wassermenge lässt sich besonders fein in bis zu 50 Stufen dosieren – von nur leicht nebelfeucht für empfindliche Böden bis kräftig nass für stark verschmutzte Fliesen.
Reinigungsbereich
Wahlweise reinigt der X12 die gesamte Wohnung, einzelne Räume oder frei festgelegte Zonen. Sperrzonen und wischfreie Bereiche lassen sich wie beschrieben in der Karte markieren.
Reinigungsdurchläufe
Auf Wunsch lassen sich zwei Durchgänge einstellen. Dann dreht der Roboter die Fahrtrichtung und reinigt in einem gründlicheren Schachbrettmuster.
Bahnüberlappung
Wie stark sich die einzelnen Reinigungsbahnen überlappen, lässt sich in drei Stufen einstellen – wer es besonders gründlich mag, wählt die höchste Überlappung.
Raumindividuelle Einstellungen
Alle wichtigen Parameter – von der Saugkraft über die Feuchtigkeit bis zur Bahnüberlappung – lassen sich für jeden Raum oder Bereich separat anpassen und dauerhaft speichern. So bekommt jeder Bodentyp genau die passende Behandlung.
Entweder stellt man alle Parameter selbst exakt ein, oder man überlässt im AGENT-YIKO-2.0-Modus einfach der KI die Entscheidungen.
Steuerung
Das Haupttool zur Steuerung ist die ECOVACS-Home-App, in der sich sämtliche Einstellungen vornehmen lassen. Darüber hinaus bringt der X12 mit YIKO einen eigenen integrierten Sprachassistenten mit, sodass sich die wichtigsten Befehle ganz ohne Umweg per Stimme geben lassen. Wer den Roboter in ein bestehendes Smart Home einbinden möchte, kann ihn außerdem über Amazon Alexa, Google Assistant und Siri ansteuern, und dank Matter-Unterstützung klappt die Integration auch herstellerübergreifend.
Zeitliche Programmierung
Am bequemsten läuft die Reinigung über die Zeitplanung. Einmal eingerichtet, startet der X12 vollautomatisch zu den festgelegten Zeiten und arbeitet mit genau den Einstellungen, die zuvor für die jeweiligen Räume hinterlegt wurden. Selbstverständlich können mehrere verschiedene Zeitpläne angelegt und gespeichert werden.
Neben der App lässt sich der X12 auch per Sprachassistent steuern und dank Matter unkompliziert ins Smart Home einbinden.
App
Die ECOVACS-Home-App ist das zentrale Steuerungswerkzeug und bietet einen großen Funktionsumfang. Nach der Kartenerstellung lassen sich Räume anpassen, Sperr- und wischfreie Zonen markieren und für jeden Bereich eigene Reinigungseinstellungen speichern. Auch die gefahrenen Reinigungswege werden in der Karte sichtbar gemacht, sodass man jederzeit nachvollziehen kann, wo der Roboter unterwegs war.
Hier bekommen Sie eine kleine Übersicht über die App:
Die App vereint viele Einstellmöglichkeiten mit einer klaren Struktur und erlaubt es, Reinigung, Räume und Zonen sehr individuell festzulegen.
Features
Hier noch einmal die wichtigsten Funktionen im Überblick – viele davon haben wir im Test bereits genauer eingeordnet.
FocusJet-Technologie
Zwei Sprühdüsen an der Front weichen Flecken gezielt mit Wasser und Reinigungsmittel ein, bevor die Walze sie aufwischt. Eine neue Idee, die im Alltag bei stärkeren Verschmutzungen hilft.
OZMO ROLLER 3.0
Eine 27 cm breite Wischwalze, die sich während des Betriebs permanent selbst reinigt und das Schmutzwasser in einen eigenen Tank abführt.
OmniCyclone Station mit PureCyclone 2.0
Beutellose Station mit wiederverwendbarem Behälter, der den Schmutz von bis zu 48 Tagen fasst.
BLAST-Saugtechnologie & ZeroTangle 4.0
Sorgt für kräftigen Luftstrom und verhindert, dass sich Haare in der Bürste verfangen.
AIVI-3D-Navigation
Orientierung ohne Laserturm über KI-Kamera und strukturiertes Licht, ergänzt durch einen seitlichen Kantensensor.
AGENT YIKO 2.0
KI-Agent, der die Reinigung selbstständig plant und die Parameter laufend anpasst.
Schutzschild für Teppiche
Beim Befahren von Teppichen wird die Wischwalze angehoben und zusätzlich abgeschirmt, damit der Flor trocken bleibt.
Mit FocusJet, der breiten OZMO-Walze und der beutellosen Station bringt der X12 gleich mehrere spannende Besonderheiten mit.
Wartung & Pflege
Der Wartungsaufwand fällt für ein Walzensystem angenehm überschaubar aus. Die Station übernimmt die Walzenwäsche, die Heißlufttrocknung, die Reinigungsmitteldosierung und die Staubsammlung weitgehend automatisch. Auch der Schmutzwassertank im Roboter reinigt sich selbst, was lästige Handgriffe erspart. Und die Waschtasse, in der die Wischwalze gereinigt wird, hält sich dank einer eigenen Selbstreinigungsfunktion weitgehend selbst sauber – weil sich ihre einzelnen Komponenten zudem ganz einfach herausnehmen und abspülen lassen, sind auch gröbere Rückstände im Handumdrehen beseitigt.
Regelmäßig anfallen werden im Alltag vor allem das Befüllen des Frischwassers und das Entleeren des Schmutzwassers an der Station – ein direkter Wasseranschluss ist beim X12 leider nicht möglich. Den beutellosen Staubbehälter muss man nur etwa alle 48 Tage entleeren, was angenehm selten ist. Wie bei jedem Saugroboter sollten Bürsten und Sensoren zudem hin und wieder kontrolliert werden. Insgesamt ist aber wirklich nicht viel zu tun und der Wartungsaufwand dafür, dass wir es hier mit einem Walzenroboter zu tun haben, extrem gering.



Dank der weitgehend automatisierten Station bleibt im Alltag wenig zu tun – im Wesentlichen geht es um das Nachfüllen und Entleeren der Wassertanks.
FAQ
Was steckt hinter der FocusJet-Technologie?
FocusJet bezeichnet zwei Sprühdüsen an der Front, mit denen der Roboter Flecken gezielt mit Wasser einweicht, bevor die Wischwalze sie aufnimmt. Das Wasser ist mit Reinigungsmittel versetzt, was vor allem in Küche und Eingangsbereich hilft. Die Treffsicherheit ist allerdings noch ausbaufähig.
Funktioniert die beutellose OmniCyclone Station wirklich zuverlässig?
Ja. In unseren Tests wurde der Schmutz mit verschiedensten Schmutzarten und auch mit Haaren stets sauber abgesaugt. Der Behälter fasst den Schmutz von bis zu 48 Tagen und lässt sich entleeren, ohne dass man sich die Hände schmutzig macht.
Eignet sich der X12 für Parkett?
Grundsätzlich ja, weil er eher sparsam mit Wasser arbeitet und die Feuchtigkeit sehr fein eingestellt werden kann. Wer die Sprühfunktion auf empfindlichen Böden vermeiden möchte, kann sprühfreie Zonen anlegen.
Kann der Roboter mehrere Etagen reinigen?
Ja. Der X12 speichert mehrere Karten und eignet sich damit auch für Haushalte mit mehreren Stockwerken.
Eignet sich der X12 für Haushalte mit Haustieren?
Ja. Haare nimmt er zuverlässig und ohne Verheddern auf, Häufchen erkennt er sicher und umfährt sie mit Abstand.
Fazit
Von der OmniCyclone Station sind wir große Fans. Für alle, die sich ein beutelloses System wünschen, ist sie eine ideale Lösung: Der Schmutz wird sauber abgesaugt, das Entleeren funktioniert ohne schmutzige Hände, und auf Dauer spart man sich den Beutelnachkauf. Lediglich für Allergiker ist die offene Entleerung nicht ganz ideal, da sie etwas mehr staubt. Wer darauf verzichten kann, findet den X12 übrigens auch in einer günstigeren Beutel-Variante. Die Verarbeitungsqualität von Roboter und Station ist durchweg hochwertig, und dank des selbstreinigenden Schmutzwassertanks bleibt der Wartungsaufwand für ein Walzensystem gering.
Richtig stark ist der X12 für Haushalte mit vielen Haaren, da das Anti-Verknotungssystem hervorragend funktioniert, sowie für Wohnungen, in denen es immer wieder Flecken auf dem Boden gibt – hier schlägt die Fleckenerkennung gezielt an und versprüht Wasser samt Reinigungsmittel. Dass sie dabei nicht immer trifft, trübt das Bild etwas, die erhöhte Feuchtigkeit hilft aber trotzdem. Die Wischleistung der breiten OZMO-Walze gefällt uns gut; nur für sehr raue, strukturierte Fliesen kann sie zu trocken sein. Dann ist das Wischen mit kontinuierlichem Wasserstrahl eine starke Lösung – schade nur, dass es sich nicht automatisiert per Zeitplan nutzen lässt. Unterm Strich ist ECOVACS mit FocusJet aber eine clevere Innovation gelungen, die mit ein paar Feinschliffen echten Mehrwert bieten kann.
Weniger gefallen hat uns, dass in dieser Preisklasse keine ausschwenkbare Seitenbürste verbaut ist und auch die ausgeschwenkte Wischwalze entlang von Kanten zu wenig Kraft hat. Die Ecken- und Kantenleistung liegt dadurch etwas unter dem Durchschnitt. Die Saugleistung an sich ist solide und für den Alltag ausreichend, in den Extremtests auf Teppichen ginge aber mehr. Positiv: Die feuchte Walze wird zuverlässig vom Teppich ferngehalten. Mit Schwingstühlen kommt der X12 nicht optimal zurecht, ansonsten ist die Hinderniserkennung aber sehr stark und reagiert sogar auf kleinste Legosteine. Die Navigation ist insgesamt strukturiert und zuverlässig.
Der X12 macht in vielen Bereichen einen richtig starken Eindruck und bietet eine moderne, umfangreiche Ausstattung. Ganz perfekt wirkt das System zwar noch nicht, insgesamt liefert der Roboter aber eine überzeugende Leistung!
Bewertung
Hier können Sie sich genauer ansehen, wie es zur Gesamtbewertung des Saugroboters gekommen ist. Im Großen und Ganzen setzt sich die Note aus den Überkategorien Navigation & Hindernisse, Reinigung Hartböden, Reinigung Teppiche, Wischleistung und Benutzerfreundlichkeit zusammen. Dabei haben wir aber alle Bereiche und auch die einzelnen Faktoren je nach ihrer Bedeutung unterschiedlich stark gewichtet.
| Kriterium | Gewichtung | Bewertung |
|---|---|---|
| Navigation & Hindernisse | 30 % | 99,7 % |
| Navigation im Raum | 40 % | 100 % |
| Hinderniserkennung | 30 % | 100 % |
| Funktionen | 30 % | 99 % |
| Reinigung Hartböden | 30 % | 96,88 % |
| Reinigungsleistung | 50 % | 97,2 % |
| Reinigung Haare | 20 % | 100 % |
| Ecken & Kanten | 20 % | 95 % |
| Reinigung Katzenstreu | 10 % | 92,8 % |
| Reinigung Teppiche | 15 % | 86,35 % |
| Florloser Teppich | 35 % | 81,8 % |
| Kurzflorteppich | 35 % | 90,5 % |
| Hochflorteppich | 30 % | 86,8 % |
| Wischleistung | 15 % | 97,5 % |
| Wischleistung im Alltag | 50 % | 99 % |
| Hartnäckige Flecken | 20 % | 99 % |
| Ecken & Kanten | 15 % | 88 % |
| Automatisches Moppwaschen | 15 % | 100 % |
| Benutzerfreundlichkeit | 10 % | 98,9 % |
| Verarbeitung | 10 % | 100 % |
| Lieferumfang | 10 % | 96 % |
| Bedienung | 30 % | 100 % |
| Laufzeit & Ladezeit | 20 % | 100 % |
| Lautstärke | 10 % | 99 % |
| Wartung & Pflege | 20 % | 97 % |
| Gesamtbewertung | 96.44 % |
Produktdaten
| Beschreibung | Wert |
|---|---|
| Marke | Ecovacs |
| Roboter-Typ | Saug-Wisch-Roboter |
| Hartböden | |
| Teppiche | |
| Erscheinungsdatum | 2026 |
| Erhältliche Farben | Schwarz |
| Navigation | systematisch + Kartierung + Kamera + 3D-Licht-Scans |
| Von uns empfohlene Fläche | unbegrenzt |
| Multi-Raum-tauglich | |
| Max. Schwellenhöhe | ca. 2,4 cm |
| Schwarze Fliesen/Teppiche | |
| Für Haustiere/viele Haare geeignet | |
| Akku-Laufzeit | 2 h 15 min |
| Ladezeit bei leerem Akku | 1 h 45 min |
| Aufladen über | Ladestation (automatisch) |
| Akku Technologie | 4.000 mAh |
| Lautstärke | 64 dB |
| Reinigungsprogramme | Agent Mode, Saugen – Saugen & Wischen – Wischen nach Saugen, Saugmodus: Leise – Standard – Hoch – Max, Wasserstand: 50 Feuchtigkeitsstufen, Alles – Raum – Zone – Szenario, Reinigungsgeschwindigkeit: Effizient – Standard – Tief, Reinigungsdurchläufe x1 – x2, Raumreinigung anpassen |
| Saugleistung verstellbar | 4 Stufen |
| Teppicherkennung | |
| Automatische Erhöhung der Saugleistung bei Teppichen | |
| Hauptbürste | |
| Feinstaubfilter (z.B. HEPA) | |
| Staubbehältervolumen Roboter | 250 ml |
| Staubbehältervolumen Station | 1,6 l |
| Wassertankvolumen Roboter | 110 ml |
| Frischwasserbehälter Station | 3,5 l |
| Schmutzwasserbehälter Station | 2,7 l |
| Befeuchtung des Wischtuchs durch | elektrische Wasserpumpe |
| Wischfunktion | |
| Wassermenge regulierbar | 50 Stufen |
| Spart Teppiche beim Wischen automatisch aus | |
| Steuerung über | App, Roboter, Sprachbefehle, Smart Home (Matter) |
| Appsteuerung | |
| Sprachsteuerung | Integrierter Sprachassistent YIKO, Amazon Alexa, Siri, Google Assistant |
| Kartenerstellung der Räumlichkeiten | |
| Speichert mehrere Etagen in Karte | |
| Sperrzonen | |
| Nicht-Wisch-Zonen | |
| Bereichsreinigung | |
| Absturzsensor | Infrarot-Sensoren |
| Entfernungssensor | Infrarot-Sensoren, Laser-Distanz-Sensor, Kamera |
| Sensor für smarte Navigation | |
| Objekterkennung | |
| Absaugstation | |
| Motorleistung | - |
| Saugleistung | 22.000 Pa |
| Maße Roboter | 35,3 x 35,1 x 9,8 cm |
| Maße Station | 38 x 49,3 x 46,5 cm |
| Gewicht Roboter | 5,5 kg |
| Gewicht Station | - |
| Zubehör |












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