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Daniela

Mova X1 Station: Der erste Fensterputzroboter mit Walzenmop

Auf der IFA 2026 in Berlin haben wir einen Fensterputzroboter entdeckt, der eine Idee aus der Saugroboter-Welt an die Scheibe bringt: Der Mova X1 Station kombiniert das klassische Wischpad mit einem aktiv rotierenden Walzenmop. So etwas haben wir an einer Fensterscheibe bisher noch nicht gesehen.

Der Mova X1 Station mit seiner Selbstreinigungsstation: Sie wäscht das Wischpad mit 55 °C heißem Wasser und trocknet es anschließend mit 60 °C warmer Luft.

Walzenmop trifft Wischpad

Fensterputzroboter arbeiten seit Jahren nach demselben Prinzip: Ein Pad wird befeuchtet, der Roboter fährt darüber, und der Anpressdruck erledigt den Rest. Das funktioniert bei Staub und leichtem Schmutz gut, stößt aber überall dort an Grenzen, wo etwas festsitzt – Vogelkot, Pollenränder, Regenschlieren nach Wochen ohne Reinigung.

Genau hier setzt Mova an. Der X1 Station kombiniert die flächige Pad-Abdeckung mit einer aktiv rotierenden Walze, die den Schmutz mechanisch von der Scheibe schrubbt, statt ihn nur zu verteilen. Das Pad übernimmt weiterhin die Fläche und das saubere Finish, die Walze übernimmt die Arbeit, für die man sonst selbst zum Tuch greift.

Ob das in der Praxis hält, was der Aufbau verspricht, muss ein Test zeigen. Aber die Richtung ist bemerkenswert: Was Wischroboter am Boden längst können, kommt jetzt zum ersten Mal an die vertikale Fläche.

Das Highlight steckt an der Unterseite: Neben dem klassischen Wischpad sitzt hier eine aktiv rotierende Walze, die den Schmutz mechanisch von der Scheibe schrubbt.

Die Station: Heißwasserwäsche bei 55 °C

Der zweite große Punkt steckt im Namen. Der X1 Station bekommt Movas erste Selbstreinigungsstation für Fensterroboter – und die geht direkt in die Vollen.

Das Wischpad wird in der Station mit 55 °C heißem Wasser gewaschen. Anschließend übernimmt ein temperaturgesteuertes Trocknungssystem, das das Pad mit 60 °C warmem, zirkulierendem Luftstrom trocknet. Der Effekt ist derselbe wie bei Saugrobotern mit beheizter Station: kein feuchtes Pad, das zwischen zwei Einsätzen im Gerät vor sich hin müffelt, und kein manuelles Auswaschen.

Für Fensterroboter ist das relevanter, als es zunächst klingt. Wer mehrere Fenster hintereinander reinigt, arbeitet ab dem dritten mit einem Pad, das den Schmutz der ersten beiden mit sich herumträgt. Eine Station, die zwischendurch wäscht und trocknet, löst genau dieses Problem.

Über die Knöpfe an der Station lassen sich Reinigungsmodus und Fahrmuster direkt am Gerät einstellen.

45 °C Warmreinigung gegen hartnäckige Flecken

Warm gearbeitet wird auch an der Scheibe selbst: Eine PTC-Heizung bringt das Reinigungswasser auf 45 °C. Warmes Wasser löst Fett und angetrocknete Rückstände schlicht besser als kaltes – ein Prinzip, das jeder vom Abwasch kennt. In Kombination mit dem Walzenmop ergibt das ein Reinigungspaket, das deutlich über das hinausgeht, was aktuelle Fensterroboter bieten.

Absenkbare Arme für Kanten und Ecken

Die klassische Schwachstelle jedes Fensterroboters ist der Rand. Rahmen, Ecken und die letzten Zentimeter zur Kante bleiben bei den meisten Modellen sichtbar zurück.

Der X1 Station arbeitet dagegen mit beidseitig absenkbaren Reinigungsarmen. Sie fahren zur jeweiligen Seite aus und sollen so näher an Kante und Ecke herankommen. Dass beide Seiten unabhängig arbeiten, ist dabei der entscheidende Teil – der Roboter muss die Scheibe nicht in einer bestimmten Richtung abfahren, um an den Rand zu kommen.

Die beidseitig absenkbaren Reinigungsarme fahren zur jeweiligen Seite aus und sollen so näher an Kanten und Ecken herankommen.

Einordnung: Wie schlägt sich das gegen Winbot und Co.?

Die Station erinnert uns optisch und konzeptionell an unseren aktuellen Testsieger, den Ecovacs Winbot W3, sowie an den bald erscheinenden Mova T1 Station. Der Trend ist damit klar: Fensterputzroboter bekommen 2026 dieselbe Behandlung wie Saugroboter vor drei Jahren – die Basisstation wird vom Zubehör zum zentralen Bestandteil des Systems.

Mova geht mit dem Walzenmop aber einen Schritt weiter als der Rest des Felds. Während die Konkurrenz vor allem an Wasserversorgung, Padwäsche und Akkulaufzeit schraubt, verändert Mova die Art, wie der Roboter die Scheibe tatsächlich anfasst.

Preis und Marktstart

Preis und Marktstart hat Mova bislang nicht genannt. Sobald wir ein Testgerät bekommen, liefern wir die Antworten nach.

Fazit und offene Fragen

Auf dem Papier ist der Mova X1 Station der spannendste Fensterputzroboter, den wir auf der IFA 2026 gesehen haben. Heißwasserwäsche, beheizte Trocknung, warme Reinigung und dazu ein Walzenmop, den bisher niemand sonst an der Scheibe hat – das ist ein Feature-Paket ohne direkten Vergleich.

Offen bleiben die Fragen, die sich nur im Alltag beantworten lassen: Wie stark drückt die Walze an einer senkrechten Scheibe wirklich? Wie laut wird das Ganze? Wie viel Gewicht bringt die zusätzliche Mechanik mit, und was bedeutet das für die Haftung an der Scheibe? Und nicht zuletzt: Was kostet der Spaß, und wann kommt er?

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


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