Mit dem X60 Pro Ultra Complete erweitert Dreame sein Portfolio um ein neues Flaggschiff, das eine klare Mission verfolgt: Die letzten bislang schwer erreichbaren Bereiche wie Ecken, Möbelsockel und enge Zwischenräume zwischen Stuhlbeinen sollen endlich gründlich gereinigt werden. Möglich machen soll das das neue Dual Ultra Extend Arm System mit einer bis zu 12 cm ausschwenkbaren Seitenbürste und einem 18 cm langen Wischarm. Auf dem Papier klingt das nach einem echten Fortschritt. Doch wie viel Mehrwert bringt die Technik im Alltag wirklich? Wir haben den Dreame X60 Pro Ultra Complete in unserem bewährten Testverfahren ausführlich geprüft – von der Saugleistung auf Hartboden und Teppichen über die Wischleistung bis an die Kante bis hin zu Navigation, Hinderniserkennung und Station.
Das Wichtigste auf einen Blick
Der X60 Pro Ultra Complete ist ein Premium-Saug-Wisch-Roboter mit zwei rotierenden Wischmopps, ausschwenkbarer Seitenbürste und innovativem Dual Ultra Extend Arm System für eine maximale Reinigungsabdeckung.
Der Roboter erstellt präzise Karten, unterstützt mehrere Etagen und bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Bearbeitung und Individualisierung.
Mit einer Akkuladung reinigt der X60 Pro Ultra im Standardmodus bis zu 210 m² und eignet sich damit auch für größere Wohnungen und Häuser.
Die Dreamehome App bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, individuelle Raumkonfigurationen und intelligente Automatikmodi.
Der X60 Pro Ultra erzielt auf Hartboden sowie auf Kurz-, Hochflor- und Strukturteppichen hervorragende Reinigungsergebnisse.
Dank HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 und Zero-Tangle-System werden lange Haare zuverlässig aufgenommen, ohne sich in den Bürsten zu verheddern.
Mit abgesenktem Laserturm ist der Roboter nur 8,9 cm hoch und kann dadurch auch unter vielen niedrigen Möbeln reinigen.
Das ProLeap-System ermöglicht das Überwinden einzelner Schwellen bis 5,2 cm Höhe sowie mehrstufiger Übergänge bis 10 cm.
Über die App lassen sich individuelle Reinigungspläne mit raumspezifischen Einstellungen und Zeitvorgaben erstellen.
Teppiche werden automatisch erkannt. Die Saugleistung wird erhöht und die Wischmopps je nach Einstellung angehoben oder in der Station zurückgelassen.
Kameras, KI und Sensorik erkennen Hindernisse wie Kabel, Schuhe oder Haustiere zuverlässig und ermöglichen eine sichere Navigation.
Virtuelle Wände, Sperrzonen und wischfreie Bereiche können direkt in der Karte eingezeichnet und jederzeit angepasst werden.
Dreame X50 Ultra vs. Dreame X60 Pro Ultra
Wer bereits einen Blick auf den Dreame X50 Ultra Complete geworfen hat, wird sich zurecht fragen, wo die wesentlichen Unterschiede zum neueren X60 Pro Ultra Complete liegen.
Die größte Neuerung ist das sogenannte Dual Ultra Extend Armsystem. Während der X50 bereits über eine ausschwenkbare Seitenbürste und einen ausfahrbaren Wischmopp verfügt, kann der X60 seine Seitenbürste bis zu 12 cm und den Wischarm bis zu 18 cm ausfahren. Dadurch erreicht er deutlich besser tiefe Ecken, Möbelsockel sowie Bereiche zwischen Stuhlbeinen.
Auch die Saugleistung wurde deutlich erhöht. Während der X50 mit 20.000 Pa arbeitet, bringt es der X60 auf beeindruckende 42.000 Pa. In unseren Tests zeigte sich das insbesondere auf Teppichen mit nochmals besseren Ergebnissen.
Zusätzlich wurde die Navigation weiter verbessert. Beide Modelle verfügen über einen absenkbaren Laserturm und eine sehr gute Hinderniserkennung, der X60 navigiert im Alltag jedoch spürbar effizienter. Neu hinzugekommen ist außerdem eine blaue Infrarot-Bodenbeleuchtung an der Front. Diese hilft dem Roboter dabei, Flüssigkeiten, Schmutz und unterschiedliche Bodenstrukturen zuverlässiger zu erkennen und Fehlinterpretationen, beispielsweise bei dunklen Parkettmustern oder ausgekitteten Stellen, zu vermeiden.
Ein weiterer Vorteil des X60 ist die verbesserte Schwellenüberwindung. Während der X50 Hindernisse von bis zu 4,2 cm Höhe erklimmen kann, schafft der X60 sogar bis zu 5,2 cm und eignet sich damit noch besser für Haushalte mit hohen Türschwellen oder Niveauunterschieden.
Unterm Strich ist der X60 somit keine komplette Neuentwicklung dar, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des X50. Wer maximale Reinigungsabdeckung entlang von Kanten, unter Möbeln und in schwierigen Bereichen sucht, erhält mit dem X60 aktuell das leistungsstärkere Gesamtpaket. Der X50 bleibt jedoch weiterhin ein hervorragender Premium-Saugroboter.
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Überzeugt im Test mit einer hervorragenden Saug- und Wischleistung, innovativen Lösungen für schwer erreichbare Bereiche, einer präzisen Navigation sowie einem hohen Maß an Komfort durch die weitgehend wartungsfreie Station.
Vorteile
- Herausragende Saugleistung
- Exzellente Wischleistung bis zur Kante
- 12 cm ausschwenkbare Seitenbürste
- 18 cm ausschwenkbarer Wischarm
- Sehr hohe Reinigungsabdeckung
- Zero-Tangle gegen Haarverheddung
- Starke Hinderniserkennung im Alltag
- Nur 8,9 cm hoch
- Überwindet Schwellen bis 5,2 cm
- Sehr wartungsarme Station
- Flüssige und effiziente Navigation
- Geeignet für große Wohnflächen
- Viele Individualisierungsmöglichkeiten in der App
Nachteile
- Relativ großer Platzbedarf der Station
- Direkter Wasseranschluss nur optional erhältlich
Lieferumfang
Im Lieferumfang zeigt sich die Complete-Version angenehm großzügig. Neben Roboter und Station liegen bereits mehrere Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien bei, sodass man für die erste Zeit bestens ausgestattet ist und nicht direkt weiteres Zubehör bestellen muss.

Der Lieferumfang setzt sich folgendermaßen zusammen:
- Einsatzbereiter Roboter
- Basisstation mit Staubbeutel & Netzteil
- Ersatz-Bodenbürsten-Set
- Ersatz-Seitenbürste
- 3 Paar Ersatz-Wischpads
- 2 Ersatz-Staubbehälterfilter
- 3 weitere Staubbeutel
- 1 L Reinigungsmittel
- Reinigungsbürste für Sockelleisten
- Benutzerhandbuch
Vor allem die großzügige Menge an Verbrauchsmaterial – von Staubbeuteln über Filter bis zu Wischpads – sorgt dafür, dass man hier für eine sehr lange Zeit bestens versorgt ist.
Inbetriebnahme
Bis der X60 das erste Mal losfährt, vergehen nur wenige Minuten. Der Roboter ist weitgehend vormontiert, und die Dreame Home App nimmt einen bei der Einrichtung an die Hand – technisches Vorwissen braucht man dafür keines.
Schritt-für-Schritt Anleitung
- Die Station an einem passenden Platz positionieren und mit Strom versorgen
- Die Rampenverlängerung an der Station befestigen
- Alle Transportsicherungen am Roboter entfernen und die Wischmopps einsetzen
- Den Roboter zum ersten Laden in die Station stellen
- Den Reinigungsmittelbehälter mit Reinigungsmittel befüllen
- Den Frischwassertank mit sauberem Wasser auffüllen
- Die Dreamehome App auf dem Smartphone installieren
- Den Roboter in der App einrichten und verbinden
- Die Kartierung starten, damit automatisch eine Karte erstellt wird

Die Inbetriebnahme ist unkompliziert gelöst und schnell erledigt – nach dem Aufstellen, Befüllen und Verbinden mit der App kann direkt die erste Kartierung gestartet werden.
Preisverteilung unter den Saugrobotern
So sehr wie sich die einzelnen Roboter in unseren Tests unterscheiden, so sehr unterscheiden sich auch ihre Preise. Unsere Grafik zeigt auf einen Blick, wie viele der von uns getesteten Geräte in die einzelnen Preisklassen fallen.
Der Preis fällt klar im Premium-Bereich aus, dafür bekommt man aber auch eine extrem umfangreiche Ausstattung, sehr starke Reinigungsleistung und einen hohen Automatisierungsgrad geboten.
Bei der Navigation setzt der Dreame X60 Pro Ultra Complete auf eine Kombination aus ausfahrbarem Laserturm, zwei KI-Kameras mit 120° Weitwinkel an der Front, seitlichem 3D-strukturiertem Licht und einem automatischen LED-Licht für dunkle Bereiche.
Auffällig war für uns vor allem das Tempo. Dreame verspricht einen überarbeiteten Navigationsalgorithmus – und tatsächlich merkt man den Unterschied. Wenn der Roboter nur Strecke macht, ohne zu reinigen, etwa beim Wechsel in den nächsten Raum, ist er sichtbar flotter unterwegs als die meisten anderen Geräte. Über eine ganze Reinigung gerechnet, spart das spürbar Zeit.
Um die Navigationsleistung besser beurteilen zu können, haben wir unseren 10 m² großen Raum wie gewohnt großzügig mit Sägespänen verschmutzt und den X60 in zwei Durchgängen mit maximaler Saugleistung reinigen lassen.
Fazit: Er reinigt zuerst sauber entlang der Kanten und nimmt sich dann in geraden Bahnen die freie Fläche vor, wobei er die Bahnen präzise überlappt. Beim zweiten Durchgang dreht er die Richtung, sodass ein gründliches Schachbrettmuster entsteht. Wie eng er die Bahnen zieht, lässt sich in der App regeln – beim Saugen in zwei, beim Wischen sogar in vier Stufen.
Auch bei unserem Schwingstuhl zeigt sich der X60 erstaunlich souverän. Beim ersten Durchgang fährt er ganz normal von vorne unter den Stuhl ein und reinigt den erreichbaren Bereich sauber mit. In der zweiten Runde entscheidet er sich dann sogar dafür, über das Stuhlgestell zu klettern. Das sieht im ersten Moment ungewöhnlich aus, kann im Alltag aber durchaus praktisch sein – vor allem dann, wenn der Roboter anders gar nicht unter oder hinter solche Stühle gelangen würde.
Wer nicht möchte, dass der Roboter über bestimmte Gestelle oder Schwellen klettert, kann diese in der App auch als unpassierbar markieren. So lässt sich das Verhalten gezielt an die eigene Wohnung anpassen.
Ein echtes Highlight war das Verhalten an unserem Esszimmerstuhl, dem klassischen Endgegner aller Saugroboter. Dank der weit ausschwenkbaren Seitenbürste blieb selbst dort, wo der Roboter nicht hinkommt, so gut wie nichts liegen – ein Ergebnis, das bisher nur sehr wenige Geräte erreicht haben.
Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Selbst an den typischen Problemstellen rund um Stuhlbeine, Möbelkanten und schwer erreichbare Ecken bleiben so gut wie keine Rückstände zurück. Genau dort, wo viele andere Saugroboter sichtbar Schmutz liegen lassen, holt der X60 dank der weit ausschwenkbaren Seitenbürste noch erstaunlich viel heraus.




Auch rund um unsere Esszimmerstuhlgruppe zeigt der X60, warum seine neue Reichweite im Alltag so wertvoll ist. Er findet sich sehr sicher im Labyrinth aus Stuhl- und Tischbeinen zurecht und nutzt seine weit ausschwenkbare Seitenbürste genau dort, wo andere Roboter normalerweise nicht mehr sauber hinkommen. Gerade weil er bei den Stühlen nicht von allen Seiten frei einfahren kann, ist die zusätzliche Reichweite hier enorm wertvoll. So werden auch enge Zwischenräume und Bereiche unter den Stühlen deutlich besser abgedeckt. Das ist im Alltag ein echtes Plus und zeigt sehr schön, dass die neue Technik nicht nur auf dem Papier beeindruckt.

Kamera
Die beiden KI-Kameras an der Front arbeiten mit der neuen blauen Infrarot-Bodenbeleuchtung zusammen. Dieses Licht hilft nicht nur dabei, Schmutz und Flüssigkeiten zu erkennen, sondern auch, den Untergrund selbst richtig einzuordnen – und genau das verhindert die Fehleinschätzungen, die bei früheren Modellen ab und zu für Verwirrung gesorgt haben.
Praktisch nebenbei: Die Kamera kann auch über den Videomanager in der App genutzt werden, um zu Hause nach dem Rechten zu sehen. Das ist kein Muss-Feature, aber gerade für Haustierbesitzer oder längere Abwesenheiten ein praktisches Extra.


Kartenerstellung
Bereits auf seiner ersten Fahrt legt der X60 eine saubere, präzise Karte an. Räume trennt er automatisch, lässt sie sich in der App aber jederzeit umbenennen, teilen oder zusammenlegen. Mehrere Etagen sind speicherbar, und für jeden Raum lassen sich eigene Werte hinterlegen – von der Saugstufe über die Wischintensität bis zu Sperr- und Wischfreien Zonen. Auch zurückgelegte Reinigungswege werden in der Karte angezeigt, sodass man gut nachvollziehen kann, welche Bereiche der Roboter bereits abgefahren ist. Praktisch ist außerdem, dass niedrige Bereiche unter Möbeln sowie passierbare oder unpassierbare Schwellen gezielt markiert werden können. In Verbindung mit dem angekündigten Treppensteiger Dreame Cyber X soll der Roboter künftig sogar selbstständig die Etage wechseln können.


Wie viele Saugroboter erstellen Karten?
Wir lieben Roboter, die ihre Umgebung scannen um Karten zu erstellen, denn sie arbeiten viel präziser und bieten einen wesentlich größeren Funktionsumfang. Wie das Diagramm zeigt, ist eine derartige Kartenerstellung noch nicht selbstverständlich, mittlerweile aber doch bei den meisten Robotern in unserem Test zu finden.
Sperrzonen
In der App lassen sich verschiedene Tabu-Bereiche definieren: virtuelle Wände als unsichtbare Grenzen, komplette Sperrzonen, die der Roboter gar nicht erst befährt, und wischfreie Bereiche, in denen er nur saugt und die Mopps angehoben bleiben.
Die Bedienung ist angenehm unkompliziert: Die gewünschten Bereiche werden direkt in der Karte eingezeichnet und können jederzeit verschoben, angepasst oder wieder gelöscht werden. An sämtliche Vorgaben hielt sich der X60 in unseren Tests zuverlässig.

Wie viele Saugroboter bieten virtuelle Sperrzonen per App?
Der Roboter soll einen bestimmten Bereich meiden? Nichts leichter als das – zumindest wenn sich per App einfach virtuelle Abgrenzungen erstellen lassen. Hier sehen Sie, wie viele Geräte diesen Komfort bieten.
Hindernisse
Kabel, Socken, herumliegendes Spielzeug, ein vergessener Schuh – kaum etwas entscheidet im Alltag so sehr über die Nerven wie die Frage, ob ein Saugroboter solche Stolperfallen sauber umkurvt oder sich darin verheddert und mitten im Wohnzimmer stehen bleibt. Beim X60 übernimmt die Erkennung das AI-Enhanced OmniSight System mit zwei 120°-Weitwinkel-KI-Kameras, die wie ein menschliches Augenpaar arbeiten und die räumliche Tiefe von Objekten erfassen. Laut Dreame erkennt der Roboter damit über 320 verschiedene Objekttypen und reagiert in nur 0,1 Sekunden auf plötzlich auftauchende Hindernisse – das soll die Routenplanung im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 200 % beschleunigen.
So weit die Theorie – wie immer interessiert uns aber vor allem, was davon in der Praxis ankommt. Dafür schicken wir jeden Roboter durch unseren Hindernisparcours, in dem die Objekte bewusst dicht beieinanderliegen, damit wir das Verhalten verschiedener Geräte direkt vergleichen können.
Fazit: Der X60 hat hier richtig stark abgeliefert. Socke und Ladekabel umkurvte er sofort und ohne jede Berührung. Den Spielzeughund stufte er korrekt als Tier ein – und hielt dabei merklich mehr Abstand als zu gewöhnlichen Hindernissen, um echte Vierbeiner zu schonen. Auch Schuhe und Schnürsenkel umrundete er sauber, und bei allem, woran sich etwas verfangen könnte, schaltet er zusätzlich die Seitenbürste ab. Sicherere Objekte wie Schuhe steuert er bewusst etwas näher an, während er empfindlichere wie Kabel großzügig meidet.



Einzig unsere Lego-Steine wurden nicht zuverlässig erkannt. Zunächst hat der Roboter sie zwar richtig erkannt und entsprechend reagiert, bei einer späteren Bewegung kam es dann aber trotzdem zu einer Berührung. Das ist allerdings kein echtes Manko: An dieser Hürde sind bislang nur zwei, drei Roboter im gesamten Test nicht gescheitert. Einer davon war der MOVA V70 Ultra, der selbst diese kleinen Steine zuverlässig gemieden hat.


Unterm Strich liefert die Hinderniserkennung eine richtig starke Leistung ab. Erkannte Objekte landen zudem in der Karte und lassen sich bei Bedarf auch ignorieren, falls der Roboter doch näher heran soll.



Haustiererkennung
In unserem Test wurde der Spielzeughund korrekt als Haustier erkannt und nicht einfach wie ein gewöhnliches Hindernis behandelt. Stattdessen hielt der Roboter sichtbar mehr Abstand, um dem vermeintlichen Tier nicht zu nahe zu kommen.


Häufchen-Erkennung
Tierhalter dürfen sich freuen: Hinterlässt das Haustier mal ein Malheur, erkennt der X60 das Häufchen zuverlässig als nicht zu reinigende Stelle und fährt den Bereich gar nicht erst an. Damit ist das Schreckensszenario, dass ein Unfall quer durch die Wohnung verteilt wird, vom Tisch.




Höhenüberwindung
Eines der spektakulärsten Features steckt im Fahrwerk: dem ProLeap-System mit ausfahrbaren Beinen und Schwingarmen vor jedem Antriebsrad. Damit überwindet der X60 einzelne Schwellen bis 5,2 cm – und gestufte Hindernisse sogar bis zu 10 cm, sofern die untere Stufe oben mindestens 18 cm breit ist und der Roboter kurz Platz zum Aufsetzen hat.
Interessant ist, dass der X60 dabei verschiedene Klettertechniken beherrscht. In der App kann man wählen, ob der Roboter Hindernisse synchronisiert, hürdenartig oder intelligent überqueren soll. Beim hürdenartigen Klettern hebt er erst das eine und dann das andere Bein, was besonders bei empfindlichen Stellen wie Schiebetürschienen oder U-förmigen Möbelrahmen sinnvoll sein kann. Beim synchronisierten Klettern hebt er beide Beine gleichzeitig an und hievt sich dadurch besonders kraftvoll über die Schwelle. Wer sich nicht festlegen möchte, kann die Entscheidung aber auch einfach dem Roboter überlassen. Dann schätzt der X60 die Situation selbst ein und wählt automatisch die passende Methode.


Welche Technik zum Einsatz kommt, wird mithilfe seiner Sensorik bestimmt. Ein Lasersensor erkennt vorab die Höhe des Hindernisses, während zusätzliche Sensoren an der Unterseite den Abstand zum Boden überwachen. So kann der Roboter sicher aufsetzen und seine Kletterbewegung kontrolliert ausführen. Schwellen, die er nicht überfahren soll, lassen sich in der App außerdem einfach als unpassierbar markieren.
Minimale Höhe
Damit der X60 auch unter niedrigen Möbeln reinigen kann, setzt Dreame wieder auf einen automatisch absenkbaren Laserturm. Zu Beginn der Reinigung fährt der Turm nach oben und verschafft sich einen vollständigen Rundumblick. Soll der Roboter anschließend unter ein flaches Möbelstück fahren, senkt er ihn automatisch ab und reduziert seine Höhe auf nur noch 8,9 cm.
Hier zeigt sich auch gleich eine der deutlichsten Verbesserungen im Alltag: Niedrige Bereiche unter Möbeln werden nicht mehr umständlich separat am Ende gereinigt, sondern fließend in die laufende Reinigung eingebaut.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann niedrige Bereiche zusätzlich in der Karte markieren. Dann weiß der Roboter genau, wo er gezielt mit eingefahrenem Turm reinigen soll. Wird es unter Möbeln zu dunkel, schaltet der X60 automatisch seine Frontbeleuchtung ein und kann sich auch dort zuverlässig orientieren.



Teppicherkennung
Fährt der X60 auf einen Teppich, erkennt er das automatisch und erhöht die Saugleistung auf die stärkste Stufe. Damit der Flor beim Wischen trocken bleibt, hebt er seine Wischpads um 10,5 mm an. Auch die Seitenbürste kann angehoben werden, damit sie sich nicht im Teppich verfängt.
Reicht das Anheben der Mopps bei höherem Flor nicht aus, kann der Roboter seine Wischpads vorab in der Station ablegen. So bleibt der Teppich garantiert trocken. Wird der X60 ohnehin nur zum Saugen losgeschickt, lässt er die Mopps direkt in der Station zurück.


Praktisch sind die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Neben der automatischen Saugverstärkung gibt es einen intensiven Teppichmodus, bei dem der Roboter langsamer fährt und die Fläche zweimal gründlich bearbeitet. Auch die Reihenfolge lässt sich anpassen, sodass Teppiche auf Wunsch zuerst gereinigt werden. Die Seitenbürste kann auf Teppichen wahlweise aktiviert oder deaktiviert werden.
Zusätzlich kann für jeden Teppich festgelegt werden, wie der Roboter damit umgehen soll: reinigen, komplett meiden, ignorieren oder nur überfahren, ohne dort zu reinigen.
Ein weiteres spannendes Feature ist der Chassis-Lift. Dabei hebt der Roboter sein gesamtes Gehäuse auf Teppichen an, um mehr Abstand zum Flor zu schaffen und den Saugkanal besser freizuhalten.

Alle Teppicheinstellungen lassen sich individuell pro Teppich abspeichern. Damit kann der X60 sehr genau an unterschiedliche Teppicharten im Haushalt angepasst werden.
Wie viele Saugroboter besitzen eine Teppicherkennung?
Diesmal veranschaulicht das Diagramm, wie viele Roboter beim Saugen mit einer Teppicherkennung punkten können. Ist diese Fähigkeit vorhanden, wird die Saugstärke auf Teppichen automatisch verstärkt.
Absturzsensoren
Die Abgrunderkennung arbeitet zuverlässig: Vor Treppen, Absätzen und Kanten stoppte der X60 im Test stets rechtzeitig, sodass kein Absturz zu befürchten ist. Positiv ist außerdem, dass er sich dabei nicht übermäßig vorsichtig verhält, sondern nah genug an Kanten heranfährt, um möglichst wenig Fläche ungereinigt zu lassen.

Schwarzer Untergrund
Auch auf tiefschwarzen beziehungsweise sehr dunklen Böden zeigte sich der X60 unbeeindruckt: Er erkannte sie nicht fälschlicherweise als Abgrund, sondern setzte die Reinigung zuverlässig fort.

Die Navigation des X60 spielt insgesamt auf Spitzenniveau: Er bewegt sich schnell und präzise durch die Räume, punktet mit cleveren Funktionen wie dem absenkbaren Turm und der starken Kletterfähigkeit und bietet zudem eine sehr überzeugende Hinderniserkennung – ohne dabei Kompromisse bei der Reinigungsleistung einzugehen.
Saugleistung
Mit 42.000 Pascal gehört der X60 Pro Ultra zu den saugstärksten Geräten überhaupt. Doch nackte Zahlen sagen wenig – entscheidend ist, wie Saugkraft, Bürsten und Fahrweise zusammenspielen. Und hier passt beim X60 das Gesamtbild.
Im Inneren arbeitet die HyperStream Detangling DuoBrush 2.0.: zwei aufeinander abgestimmte Bodenwalzen, die den Schmutz wirkungsvoll zum Saugkanal führen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich keine Haare verwickeln. Den größten Unterschied macht aber die neue Seitenbürste mit ihren 12 cm Reichweite.

In Ecken wird das sofort sichtbar. Wo bisherige Systeme – auch der Vorgänger – immer noch einen kleinen Rest hinterließen, räumt der X60 die Ecken komplett leer, und das, obwohl die Bürste dabei noch gar nicht voll ausgefahren ist. Ein nettes Detail rundet das ab: In Ecken setzt der X60 gezielt ein Stück zurück, um aufgewirbelten Schmutz noch einmal sicher aufzunehmen.
Schwenkt die Seitenbürste ganz aus, etwa rund um einen Bürostuhl oder unter freischwebenden Möbeln, erschließt sich noch einmal ein deutlich größerer Bereich. Auch an tiefen Möbelsockeln kommt der Roboter so nah heran wie kaum ein Gerät zuvor.


Jetzt wird es Zeit für unsere Härtetests, in denen der X60 zeigen muss, wie stark seine Saugleistung auf verschiedenen Untergründen wirklich ist.
Hartboden
Nun begegnet der Saugroboter einem der wohl schmutzigsten Böden, die er in seinem ganzen Leben sehen wird. Denn auf unserer rund 2 m² großen Hartboden-Testfläche verteilen wir ein 100 g Gemisch aus Kaffeebohnen, Leinsamen und feinem Sand.
Fazit: Auf Hartboden arbeitet der X60 sauber strukturiert und mit ordentlich Kraft. Bereits nach der ersten Runde ist die Fläche fast vollständig gereinigt, der zweite Durchgang sorgt dann nur noch für den letzten Feinschliff. Besonders stark: Durch die weit ausschwenkbare Seitenbürste werden auch die Ecken vollständig erfasst. Mit 99,70 % Saugleistung liefert der X60 auf Hartboden ein hervorragendes Ergebnis ab. Viel besser kann ein Saugroboter diese Aufgabe kaum lösen.



Haare & Tierhaare
Bei vielen Geräten verheddern sich Haare in den Bürsten, aus denen sie später mühselig entfernt werden müssen. Wir haben getestet, wie das beim Dreame X60 Pro Ultra ist. Außerdem darf er uns zeigen, ob er auch mit Tierhaaren zurecht kommt.
Fazit: Lange wie kurze Haare nimmt der Roboter allesamt mit. Noch wichtiger: Weder an der doppelten Bodenwalze noch an der Seitenbürste oder der vorderen Laufrolle hat sich auch nur ein Härchen verfangen. Alles landete im Behälter und wandert später automatisch in die Station. Das Zero-Tangle-System funktioniert damit einwandfrei – ein dickes Plus für alle, bei denen viele Haare anfallen, ob von Mensch oder Tier.



Florloser Teppich
Auch den florlosen Sisalteppich mit 1.900 g/m² verschmutzen wir wieder mit Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand – insgesamt 100 g, die eine echte Herausforderung darstellen. Denn aufgrund seiner strukturierten Oberfläche und tiefen Rillen ist dieser Teppich besonders schwer zu reinigen.
Fazit: Auch auf dem florlosen Teppich zeigt der X60 eine beeindruckend starke Leistung. Trotz der tiefen Rillenstruktur arbeitet er sich souverän durch den Schmutz und erzielt mit 85,50 % Saugleistung das bisher beste Ergebnis unserer Testreihe auf diesem anspruchsvollen Untergrund.



Kurzflorteppich
Um die Saugleistung auf Kurzflorteppich zu testen, haben wir einen Teppich aus 100 % Polypropylen, mit einer Florhöhe von ca. 9 mm und einem Florgewicht von ca. 2000 g/m² verwendet. Auch hier kommt unser bewährtes 100g-Gemisch aus Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand zum Einsatz.
Fazit: Im Vergleich zum gerillten Sisal ist der Kurzflor wieder deutlich einfacher, und auch hier liefert der X60 eine starke Vorstellung. Der Schmutz wird zuverlässig aus dem Flor geholt, und mit 95,70 % Saugleistung zeigt der Roboter, dass er auch für Haushalte mit vielen Teppichen bestens geeignet ist.



Hochflorteppich
Für den Hochflorteppich-Test haben wir uns für eine besonders dichte Variante entschieden. Genauer gesagt handelt es sich um einen Teppich aus 100% Polyester mit einer Florhöhe von 18 mm und einem Gewicht von 1.500 g/qm². Und auch darauf haben wir insgesamt 100 g Kaffeebohnen, Leinsamen und Sand verstreut.
Fazit: Auf dem dichten Hochflorteppich liefert der X60 ebenfalls ein starkes Ergebnis. Trotz anspruchsvollem Untergrund und tief einsinkendem Schmutz bleibt er souverän unterwegs und erreicht mit 92,70 % Saugleistung eine sehr überzeugende Performance.



Quer über alle Untergründe liefert der X60 Pro Ultra eine durchweg starke Saugleistung. Auf Hartboden arbeitet er nahezu perfekt, auf Teppichen holt er ebenfalls beeindruckend viel Schmutz aus dem Flor und auch Haare werden zuverlässig aufgenommen, ohne sich in den Bürsten zu verheddern. Zusammen mit der weit ausschwenkbaren Seitenbürste ergibt sich eine der gründlichsten Saugleistungen, die wir bisher bei einem Saugroboter gesehen haben.
Mit nahezu makellosem Hartbodenergebnis, sauberer Haaraufnahme ohne Verheddern und Top-Werten auf jedem Teppich gehört der X60 klar zu den besten Saugern, die aktuell zu haben sind.
Wischleistung
Der ausführliche Testbericht mit allen Praxisergebnissen und unserem vollständigen Fazit folgt in Kürze. Bis dahin findet ihr hier die wichtigsten Informationen zum Gerät.
Bewertung
Hier können Sie sich genauer ansehen, wie es zur Gesamtbewertung des Saugroboters gekommen ist. Im Großen und Ganzen setzt sich die Note aus den Überkategorien Navigation & Hindernisse, Reinigung Hartböden, Reinigung Teppiche, Wischleistung und Benutzerfreundlichkeit zusammen. Dabei haben wir aber alle Bereiche und auch die einzelnen Faktoren je nach ihrer Bedeutung unterschiedlich stark gewichtet.
| Kriterium | Gewichtung | Bewertung |
|---|---|---|
| Navigation & Hindernisse | 30 % | 99 % |
| Navigation im Raum | 40 % | 99 % |
| Hinderniserkennung | 30 % | 98 % |
| Funktionen | 30 % | 100 % |
| Reinigung Hartböden | 30 % | 99,55 % |
| Reinigungsleistung | 50 % | 99,7 % |
| Reinigung Haare | 20 % | 100 % |
| Ecken & Kanten | 20 % | 100 % |
| Reinigung Katzenstreu | 10 % | 97 % |
| Reinigung Teppiche | 15 % | 91,23 % |
| Florloser Teppich | 35 % | 85,5 % |
| Kurzflorteppich | 35 % | 95,7 % |
| Hochflorteppich | 30 % | 92,7 % |
| Wischleistung | 15 % | 99,5 % |
| Wischleistung im Alltag | 50 % | 99 % |
| Hartnäckige Flecken | 20 % | 100 % |
| Ecken & Kanten | 15 % | 100 % |
| Automatisches Moppwaschen | 15 % | 100 % |
| Benutzerfreundlichkeit | 10 % | 99,2 % |
| Verarbeitung | 10 % | 99 % |
| Lieferumfang | 10 % | 99 % |
| Bedienung | 30 % | 100 % |
| Laufzeit & Ladezeit | 20 % | 99 % |
| Lautstärke | 10 % | 98 % |
| Wartung & Pflege | 20 % | 99 % |
| Gesamtbewertung | 98.09 % |
Produktdaten
| Beschreibung | Wert |
|---|---|
| Marke | Dreame |
| Roboter-Typ | Saug-Wisch-Roboter |
| Hartböden | |
| Teppiche | |
| Erscheinungsdatum | 2026 |
| Erhältliche Farben | Schwarz, Weiß, Grau |
| Navigation | systematisch + Kartierung + Kamera + 3D-Licht-Scans |
| Von uns empfohlene Fläche | unbegrenzt |
| Multi-Raum-tauglich | |
| Max. Schwellenhöhe | ca. 5,2 cm |
| Schwarze Fliesen/Teppiche | |
| Für Haustiere/viele Haare geeignet | |
| Akku-Laufzeit | 2 h 23 min |
| Ladezeit bei leerem Akku | 1 h 38 min |
| Aufladen über | Ladestation (automatisch) |
| Akku Technologie | 5.000 mAh |
| Lautstärke | - |
| Reinigungsprogramme | CleanGenius, Saugen – Wischen – Saugen & Wischen – Wischen nach Saugen, Saugmodus: Leise – Standard – Turbo – Max – Max+, Wasserstand: Leicht – Feucht – Nass, Alles – Raum – Zone, Route: Schnell – Standard – Intensiv – Tiefenreinigung, Reinigungsdurchläufe, Raumreinigung anpassen |
| Saugleistung verstellbar | ja |
| Teppicherkennung | |
| Automatische Erhöhung der Saugleistung bei Teppichen | |
| Hauptbürste | |
| Feinstaubfilter (z.B. HEPA) | |
| Staubbehältervolumen Roboter | 310 ml |
| Staubbehältervolumen Station | 3,2 l |
| Wassertankvolumen Roboter | 80 ml |
| Frischwasserbehälter Station | 4,2 l |
| Schmutzwasserbehälter Station | 3 l |
| Befeuchtung des Wischtuchs durch | elektrische Wasserpumpe |
| Wischfunktion | |
| Wassermenge regulierbar | 32 Stufen |
| Spart Teppiche beim Wischen automatisch aus | |
| Steuerung über | App, Roboter, Sprachbefehle, Smart Home (Matter) |
| Appsteuerung | |
| Sprachsteuerung | Integrierter Dreame Sprachassistent, Amazon Alexa, Siri, Google Assistant |
| Kartenerstellung der Räumlichkeiten | |
| Speichert mehrere Etagen in Karte | |
| Sperrzonen | |
| Nicht-Wisch-Zonen | |
| Bereichsreinigung | |
| Absturzsensor | Infrarot-Sensoren |
| Entfernungssensor | Infrarot-Sensoren, Laser-Distanz-Sensor, Kamera, 3D-Scan |
| Sensor für smarte Navigation | |
| Objekterkennung | |
| Absaugstation | |
| Motorleistung | - |
| Saugleistung | 42.000 Pa |
| Maße Roboter | 35 x 35 x 8,9 cm |
| Maße Station | 39 x 45,6 x 49,9 cm |
| Gewicht Roboter | 4,6 kg |
| Gewicht Station | 10,8 kg |
| Zubehör |












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